Gemeinsam mit Saab Clubs aus Deutschland und der Schweiz organisierten wir vom 07. bis 09. September 2018 ein internationales

              

Auch wenn seit 2011/2012 keine SAAB-Fahrzeuge mehr gebaut werden, so existieren nach wie vor lebendige Gemeinschaften von Enthusiasten weltweit. Seit mehr als einem Jahrzehnt finden jährlich sehr gut besuchte internationale SAAB-Treffen in ganz Europa statt – zuletzt in Deutschland, Schweden, Norwegen, Polen und in diesem Jahr in Riga/Lettland.

An der östlichen Ecke des Bodensees grenzen nicht nur drei Länder und Regionen aneinander, alle drei Anrainerländer verfügen auch über eine rege und gut organisierte SAAB-Szene. Nachdem die süddeutsche Saab-Gemeinde in den letzten Jahren drei überaus erfolgreiche Treffen in Süddeutschland organisiert hatte, entstand die Idee, ein gemeinsames, grenzüberschreitendes Treffen der SAAB-Freunde aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu organisieren.

Diese Idee eines internationalen SAAB-Events unter dem Motto „Alle unter einem D-A-CH“ haben wir begeistert aufgegriffen, da der vorgeschlagene Termin ohnehin auf das Wochenende unserer traditionellen Herbstausfahrt Anfang September fiel. Bereits Ende 2017 traf sich ein kleines Team aus den drei Ländern und nahm die Planung dieses Großevents in Angriff. Das gemeinsame Ziel war, Bregenz mit seiner gastronomischen Attraktivität als Ausgangsbasis für eine Tagesausfahrt in die Schweiz, respektive die Schweizer Alpenpässe, zu nutzen.

Die Leidenschaft für die skandinavische Marke und die touristische Attraktivität der Region führte dazu, dass bereits Anfang April alle ausgeschriebenen Plätze vergeben waren: mehr als 130 TeilnehmerInnen mit etwa 70 Saab aus den 3 beteiligen Ländern, aber auch aus Holland, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und Lichtenstein, haben an dieser 3-tägigen Veranstaltung teilgenommen!

Am Freitag gegen Mittag trafen die ersten TeilnehmerInnen im Hotel Mercure Bregenz City, das direkt neben dem Festspielhaus und der Seebühne liegt, ein. Die Registrierung der TeilnehmerInnen, die Ausgabe der Namenskärtchen und der Begrüßungssackerl konnte, trotz phasenweise großem Ansturm auf die Registrierungsstelle, gegen 16 Uhr 45 abgeschlossen werden.

Die Begrüßungsveranstaltung startete pünktlich um 17 Uhr im Raum „Bodensee“. Im Namen des 3-Länder-Organisationsteams begrüßte Uwe Seidel die TeilnehmerInnen und gab einen ersten Überblick über den Ablauf der Veranstaltung.

Gegen 18 Uhr brachen wir in 3 Gruppen zu einer etwa 1 ½ stündigen Stadtführung auf. Die Stadtführer boten uns einen interessanten Einblick in die geschichtliche Entwicklung der Stadt und des Bodenseeraumes.

Der Rundgang endete schließlich beim Gasthof Kornmesser, wo uns ein reichliches Buffet mit regionalen Spezialitäten erwartete.

Nach dem Abendessen stellte uns Hanspeter Müller vom Saab Club der Schweiz die beiden Routen für die Samstags-Touren vor. Der gesellige Abend wurde musikalisch von einem Trio mit volkstümlicher Musik untermalt und dauerte noch recht lang (bei manchen sogar noch länger – angeblich)!

Am Samstag trafen wir uns bereits um 8 Uhr am Parkplatz beim Casinostadion, wo Oli Deuring und Bernhard Rädler bereits mit den „Jausenpaketen“ auf die TeilnehmerInnen warteten.

Unsere Schweizer Saab-Freunde hatten zwei sehr interessante Touren geplant. Dabei nahmen sie den Slogan „Saab – auf langen Strecken zuhause“ wörtlich. Die große Tour war mit 483 km Länge und reiner Fahrzeit von fast 8 Stunden angegeben. An zwei Abkürzungspunkten konnte die Strecke um 1 ½ oder 2 ½ Stunden verkürzt werden.

Die zweite Tour war eine deutlich kürzere und eher gemütliche Voralpentour und durch die Schweiz (Appenzellerland, Ruppenpass), Vorarlberg (Furkajoch) und über Liechtenstein nochmals in die Schweiz (Schwägalp, Appenzell). Die Streckenführung bot wunderbare Aussichten auf den Bodensee und Süddeutschland, Vorarlberg und das Rheintal.

Die große Tour führte nach dem Grenzübertritt bei Höchst über die Autobahn Richtung Chur-Bad Ragaz. An der Ausfahrt Davos/Landquart verließ unser Tross die Autobahn und folgte den Wegweisern Richtung Davos.

Nach einer kurzen Pause im Ortsteil Davos-Wolfgang (auch das ist schon eine Passhöhe mit 1631 m Seehöhe) nahmen wir wieder Fahrt auf.
Knapp vor Davos folgte unsere Gruppe den Wegweisern Richtung Flüelapass. Am Ende der Passstraße erreichten wir Susch, im Engadin gelegen, und hielten uns dann Richtung St. Moritz und Zernez.

In Zernez hieß es dann links abbiegen, um den nächsten Alpenpass zu überqueren. Unsere Route führte durch ein Nationalparkgebiet und über den Ofenpass nach Santa Maria im Münstertal.

Mittlerweile hatte sich eine kleine „Österreichgruppe“ gebildet, die sich spontan entschied, in diesem idyllischen Ort Mittagsrast zu machen. Der Gastgarten der Bäckerei Meier-Beck bot mit Sonnenschirmen ein einladendes und zugleich schattiges Plätz-chen. Während des Mittagessens hörten wir plötz-lich Kuhglocken-geläute und Huf-geklapper: eine Herde festlich geschmückter Kühe zog, begleitet von einigen Hirten, durch die schmalen Gassen des Dorfes - wir waren unverhofft Zaungäste eines Almabtriebs geworden.

Kurz nach St. Maria wurden wir mit diesem Ausblick belohnt. Es war ein großer Spaß, diese vielen Serpentinen unter die Räder zu nehmen. Die Kehren waren so eng, dass man glaubte, über den Abgrund hinauszufahren.

Wir folgten dem Tal südwärts und überquerten den Umbrailpass an der Grenze zu Italien.

Die Streckenbeschreibung führte uns weiter in den Süden Richtung Bormio. Knapp vor Bormio nahmen wir die Abzweigung nach Livignio. Von dort gings dann über den Pass Forcola di Livigno wieder zurück in die Schweiz. 

Auf der Passhöhe lud die „Foresteria 2315“ zu einer Kaffeepause ein. Auch eine andere Gruppe hatte  diese Location als Stopp ausgewählt … der Espresso war excellent!

Der vorletzte Alpenpass auf unserer großen Tour war der Berninapass. Danach gings über Pontresina und Samaden nach La-Punt.

Von La-Punt aus nahmen wir unseren letzten Alpenpass, den Albula, in Angriff. Über Preda, Bergün, Filisur, Alvaneu Bad, Brienz und Lantsch führte der Weg nach Lenzerheide. Hier wurde an diesem Wochenende die Mountainbike-WM ausgetragen. Ab Chur führte uns die Autobahn wieder in Richtung Bregenz, wo wir schließlich gegen 19:30 Uhr müde, aber wohlbehalten eintrafen.

Nachdem wir uns ein wenig frisch gemacht hatten und sich ein Hungergefühl einstellte, spazierten wir vom Hotel zum nahe gelegenen  „Wirtshaus am See“. Im Wintergarten erwartete uns ein herrliches Buffet mit ausgezeichneten regionalen Spezialitäten. Die stolzen Alpenpässe-Überquerer erzählten voller Begeisterung von ihren Erlebnissen. So wurde bis spät in die Nacht gefachsimpelt, gelacht und viele länderübergreifende Freundschaften geschlossen, Adressen und Telefonnummern ausgetauscht. 

Am Sonntag nach dem Frühstück fand die offizielle Verabschiedung statt.  Der letzte Programmpunkt war der Besuch einer Saab-Tuning-Werkstatt mit Saab-Rennfahrzeugen in Langen bei Bregenz (angeblich das Dorf mit der höchsten Saab-Dichte Europas) oder alternativ des Zeppelin Museums Friedrichshafen.

Die TeilnehmerInnen aus Deutschland, der Schweiz und aus Österreich, aus Liechtenstein, Dänemark, den Niederlanden und Frankreich waren einhellig der Meinung, dass dieses Saab-Treffen im Dreiländereck Österreich, Deutschland, Schweiz ein erlebnisreiches Wochenende, ein voller Erfolg war.

Fotos: André Ruckenbauer, Ulrich Walther, Mike Wieser, Peter Wintersteiger

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